Symbolbild Geburt, Foto: Janko Ferlič / Unsplash

Am Ende einer Schwangerschaft warten Frauen meistens ungeduldig auf jedes Anzeichen, das auf die beginnende Geburt hindeutet. Die Geburt wird von mehreren Mechanismen gesteuert, Hormone spielen dabei eine große Rolle. Noch ist erst ein kleiner Bruchteil dieses Wunders des Lebens entschlüsselt.

Damit es zur Geburt kommen kann, müssen die Geburtswege ausgereift sein, der Muttermund muss weich werden und sich öffnen. Hierbei spielt vermutlich das Hormon Progesteron eine Schlüsselrolle, das unter anderem für den Erhalt der Schwangerschaft gebraucht wird. Am Ende der Schwangerschaft sinkt der relative Spiegel dieses Hormons.

Neben Progesteron spielen weitere Hormone eine Rolle beim Start der Geburt, darunter Östrogen und Prostaglandine. Der Spiegel des sogenannten Kortikotropin freisetzenden Hormons kann grob vorhersagen, wann das Kind geboren wird, ob es eher zu einer Frühgeburt, einer Geburt im normalen zeitlichen Rahmen oder einer Übertragung kommt.

Das Kind gibt den Startschuss

Inzwischen geht man davon aus, dass das Kind den Startschuss zur Geburt gibt. Das Kind setzt wahrscheinlich Stresshormone frei, die vermutlich wachstumsabhängig sind. Diese bewirken wiederum im Körper der Mutter, dass Oxytocin ausgeschüttet wird. Dieses Oxytocin ist auch bekannt als das Wehenhormon.

Frühgeburten verhindern mit Progesteron

Ärzt:innen würden die verschiedenen Mechanismen gern genauer entschlüsseln, um Frauen besser individuell unterstützen zu können, zum Beispiel wenn eine Geburt eingeleitet werden muss. Das passiert heute meistens mit Prostaglandinen oder Oxytocin.

Bei drohenden Fehlgeburten bekommen Frauen als Therapie oft Progesteron. Wenn mehr über die Geburtsmechanismen bekannt wäre, könnten Ärzt:innen – so die Hoffnung – Frühgeburten noch besser verhindern.

Text und Radiobeitrag entstanden 2016 ursprünglich für den WDR.

Foto: Janko Ferlič / Unsplash


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