Mikroplastik, Foto: Sören Funk / Unsplash

Was ist Mikroplastik? Wo kommt es vor? Woher stammt es? Welche Auswirkungen sind bisher bekannt? Ich habe Fakten für euch gesammelt mit Links zum Weiterlesen.

Was ist Mikroplastik?

Unter Mikroplastik versteht man feste Plastikpartikel und Fasern unter fünf Millimeter Größe. Dabei unterscheidet man primäres Mikroplastik und sekundäres Mikroplastik. Primäres Mikroplastik wird extra hergestellt, um es weiterzuverarbeiten oder zum Beispiel als Kügelchen in Hautpeelings zu nutzen. Sekundäres Mikroplastik entsteht beim Zerfall von Makroplastik. Das passiert zum Beispiel durch den Abrieb von Fasern beim Waschen von Kleidung oder durch den Abrieb von Autoreifen.

Was sind Makroplastik und Nanoplastik?

Makroplastik ist größer als Mikroplastik, also größer als fünf Millimeter. Mit Nanoplastik dagegen bezeichnet man Plastikpartikel unter einem Mikrometer Größe. Nanoplastik ist also nur unter einem Lichtmikroskop oder Elektronenmikroskop sichtbar.

Flüssigplastik in Kosmetik

Mikroplastik wird inzwischen in Deutschland sehr viel seltener in Kosmetikprodukten verwendet. Das bedeutet aber nicht, dass Duschgel und Shampoo ohne Mikroplastik wirklich frei von Plastik sind. Denn in Form löslicher Kunststoffe wie Silikonen und anderen synthetische Polymeren ist es oft in Kosmetikprodukten enthalten. Über die Auswirkungen von Flüssigplastik ist bisher wenig bekannt. Artikel dazu lesen bei oekotest.

20 Fakten über Mikroplastik

Zum Weiterlesen stelle ich euch jeweils Links zu Artikeln und Studien drunter.

  1. Die größte Quelle von Mikroplastik ist der Abrieb von Autoreifen
  1. Mikroplastik befindet sich im Meereis der Arktis

In Eisproben des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) in Bremerhaven wurden zum Teil mehr als 12.000 Mikroplastikteilchen pro Liter Meereis der Arktis nachgewiesen.

  1. Erwachsene in den USA nehmen wahrscheinlich über 200.000 Plastikpartikel im Jahr auf

Die Zahlen sind abhängig von Alter und Geschlecht. Forscher:innen halten ihre Schätzungen noch für zu niedrig.

  1. Mikroplastik gelangt in den Darm von Menschen

2018 wurde es bei einer Studie der Medizinischen Universität Wien das erste Mal im Darm von Menschen nachgewiesen.

  1. Kinder nehmen deutlich mehr Mikroplastik zu sich als Erwachsene
  1. Mikroplastik kann zu Gefäßentzündungen führen
  1. Viele Kosmetikprodukte enthalten Plastik
  1. Mikroplastik steckt auch in Mineralwasser, Meersalz und Lebensmitteln
  1. Mikroplastik zieht Schadstoffe, Keime und Metalle an wie ein Magnet
  1. Meerestiere in der Tiefsee enthalten Mikroplastik
  1. Mikroplastik bindet Schadstoffe an sich und gibt sie im Fischmagen wieder ab
  1. Pro Kopf gelangen vier Kilo Mikroplastik im Jahr in die Umwelt
  1. Kunstrasen belasten die Umwelt mit Mikroplastik
  1. Mikroplastik kann Regenwürmer töten, die für Böden wichtig sind
  1. Mikroplastik gelangt über Dünger in den Boden und kann dort schlecht wieder rausgefiltert werden

Dabei ist auch Plastik, das Menschen im Biomüll entsorgen, ein Problem.

  1. Der Schleim von Quallen kann möglicherweise als Wasserfilter für Mikroplastik dienen
  1. Korallen nehmen Mikroplastik aus dem Meer auf
  1. Scheinbar gleiches Mikroplastik kann unterschiedlich schädliche Wirkungen haben
  1. Mikroplastik entsteht auch in Kunststoffrohren im Abwassernetz

Foto: Sören Funk / Unsplash


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